Nach Kriegsende wurden in den oberen Räumen Wohnungen und
in den unteren Produktionsstätten, später Verkaufsräume errichtet.
Im Garten entstanden Garagen.
1993 wurde der Weiße Adler an eine Münchner Firma verkauft,
doch da sich lange kein Nutzer findet, verfiel das Haus teilweise.
1997 übernahm die Bernhard Vosswinkel Gruppe das weitere
Geschick des Weißen Adlers. Das Hauptgebäude, stark beschädigt,
steht heute unter Denkmalschutz.
Wahrscheinlich 1680 wurde in der Dresdner Heide an der Strasse
nach Stolpen ein festes Haus, die spätere Lohschänke erbaut.
1733 wurde sie zum Gasthof mit Ausspanne ausgebaut und erhielt
den Namen „Weißer Adler“. Der Name steht eventuell in Verbindung
mit dem polnischen Wappen. August der Starke, König von Polen,
hatte die Schänke mit einer Schankkonzession für alle Biere „begnadet“.
Am 30. Juni 1873 wurde das Gebäude bei einem Grossbrand fast voll-
ständig vernichtet. Der Neubau entstand an der Landstraße
nach Bautzen. Der Weiße Adler war beliebter Treffpunkt und Aus-
flugsziel. Es gab einen grossen Ballsaal, Gaststuben, Billardzimmer,
Fremdenzimmer, eine Asphaltkegelbahn, sowie Stallungen für Pferde
und einen Garten.
Verheerend wirkte sich die Inflation von 1921-1923 aus. Der Besitz
war nicht mehr zu halten. 1932 wurde der Weiße Adler schliesslich
versteigert und vom neuen Besitzer den Zeiten entsprechend weitergeführt.
Blick vom Turm des Weißen Adler