Man suchte nach Heilwasser - erste Probebohrungen und Untersuchungen
fielen positiv aus, doch die 1926 gegründete Moorbad AG ging bankrott,
da nicht genügend Aktionäre gefunden wurden, um die Pläne letztendlich
auch zu verwirklichen.
Es blieb das Wasser der „Weisse Hirsch - Heilquelle“, das ab August
1928 auf dem Konzertplatz in einem Trinkhäuschen gereicht wurde.
1930 war das Luft- und Schwimmbad in Bühlau fertig,
1932 wurde der Golfplatz in der Dresdner Heide erstmals bespielt.

1919 nahm Dresden mit den drei wohlhabenden Gemeinden Blasewitz,
Loschwitz und Weisser Hirsch die Verhandlungen zur Eingemeindung auf.
Der Weisse Hirsch leistete erbitterten Widerstand - er fühlte sich in seiner
Eigenart als Kurort bedroht. Am 7. Januar 1921 wurde die Zwangs-
eingemeindung beschlossen. Der neue Stadtteil von Dresden hiess nun
Kurort Weisser Hirsch - Dresden.

Der Kurbetrieb war während des Krieges fast vollständig zum erliegen
gekommen. Nachkriegszeit und Inflation erschwerten die Wiederaufnahme
alter Traditionen. Auch der zunehmende Verkehr auf der einst so wichtigen
Verbindungsstrasse nach Bautzen wurde zunehmend zum Problem. 
Neue Anreize mussten geschaffen werden.

Die Anstrengungen waren von Erfolg gekrönt: Der Kurbetrieb erlebte einen
neuen Aufschwung. Jetzt waren es überwiegend Künstler, die es auf den
Weißen Hirsch zog und die ihn in aller Munde sein liessen. Es etablierte sich
eine Art „Bohéme“-Leben, typisch für die 20er Jahre.

Werbung der Moorbad AG

Mit einem Trauerzug “feierten”
die Einwohner die Eingemeindung

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