H.Göring und J. Goebbels vor dem Sanatorium
Der heutige “Friedensblick” wurde 1936 fertiggestellt.
Die Zeit zwischen 1933 und 1939 war geprägt von Nazi-
propaganda und dem Erlass der Nürnberger Rassengesetze.
Diese brachten wie überall starke Einschränkungen für
die jüdische Bevölkerung, so auch für die Kurgäste.
Diese durften nur in jüdischen Pensionen wohnen,
waren von Veranstaltungen sowie der Nutzung von Luftbad
und Lesehalle ausgeschlossen. Der Besuch ausländischer
Gäste in den Sanatorien liess stark nach.
Das Lahmann Sanatorium florierte dennoch.
Es war immer noch ein Anziehungspunkt für Prominenz
aus Wirtschaft, Politik und Militär.
Mit Beginn des Krieges wurde der Kurbetrieb jedoch wieder
stark eingeschränkt. Die Kurgäste mussten in Fremden-
heimen wohnen. In den Lahmann-Villen waren Offiziere unter-
gebracht. Das Gelände des Sanatoriums und viele Behand-
lungsräume waren mit einem Reservelazarett belegt, dessen
Aussenstellen sich im Weissen Adler und in „Dr.Teuschers
Sanatorium“ befanden.
Das Bombardement vom 13.Februar 1945 hatte den Weissen
Hirsch verschont. Die Sanatorien dienten nun als Auffanglager
für Ausgebombte und Flüchtlinge.