

Für die Diagnose konnten sich endgültig das Stethoskop,
die Perkussion (das abklopfen des Patienten)
und das Fieberthermometer durchsetzen.
Mit der Begründung der modernen Krankheitslehre durch Rudolf Virchow wurde die Aufmerksamkeit der Mediziner auf die Zelle als hauptsächlichen Ort der Krankheitsentstehung gelenkt. Die Bakteriologie konnte sich mit der Entdeckung des Erregers von Tuberkulose, Cholera, der Diphtherie, Lepra, der Pest und des Milzbrand als neue Medizinische Disziplin behaupten.
Die Entdeckung der Röntgenstrahlen war eine Sensation.
Die beeindruckendste Entwicklung nahm die Chirurgie durch die Entwicklung neuer OP-Methoden, aber vor allem durch die Entwicklung der Narkose mit Lachgas bzw. Äther
Um die Zähne kümmerten sich relativ wenige approbierte Zahnärzte, dafür um so mehr Dentisten, Zahnkünstler und Zahnoperateure unterschiedlichster Qualifikation, die ihr Tun als Handwerk und weniger als medizinische Handlung betrachteten.
Zwar waren 1884 an den Universitäten Berlin und Leipzig erstmalig Kliniken für Zahnmedizin entstanden, doch sie gehörten nicht der Medizinischen, sondern der Philosophischen Fakultät an.
Wichtig auch, dass es nun zu einer mehr oder weniger geregelten Ausbildung von Krankenschwestern kam, wodurch sich die Krankenpflege zu einem eigenständigen Beruf an der Seite des Arztes entwickelte.
